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Arten des Energieausweises

Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Energieausweisen, es wird entweder Auskunft über den gemessenen Energieverbrauch oder den berechneten Energiebedarf gegeben. Auf den ersten Blick unterscheiden sich die beiden Dokumente kaum, daher sollten Käufer oder Mieter genau auf die Art des Ausweises achten. Beide Arten gelten für jeweils zehn Jahre.

Energie-Verbrauchsausweis

Der Verbrauchsausweis basiert auf den Energieverbrauchsdaten der letzten drei Jahre. Deshalb ist das Ergebnis stark abhängig von den Bewohnern (Leerstände müssen ebenfalls berücksichtigt werden). Modernisierungsempfehlungen sind nur bedingt möglich, da die Gebäudehülle und Anlagentechnik nicht bewertet werden. Der Verbrauchsausweis ist einfacher und günstiger.

Ein verbrauchsorientierter Energieausweis kann bis Oktober 2008 für Häuser mit bis zu vier Wohnungen, welche vor 1965 gebaut wurden, ausgestellt werden. Nach Ablauf dieser Frist muss ein bedarfsorientierter Ausweis ausgestellt werden.
Für alle Häuser die nach 1978 gebaut wurden oder die über mehr als vier Wohnungen verfügen, kann der Besitzer zwischen einem bedarfsorientierten und einem verbrauchsorientierten Energieausweis frei wählen.

Energie-Bedarfsausweis

Im Bedarfsausweis wird die Qualität der Gebäudehülle bewertet und daraus ein theoretischer Energiebedarf ermittelt. Die Ansätze für sinnvolle Modernisierungsmaßnahmen werden aus den Ergebnissen sofort sichtbar. Der Bedarfsausweis ist wesentlich aussagekräftiger als der Verbrauchsausweis sowie aufwendiger und teurer.

Ein bedarfsorientierter Energieausweis ist für alle Neubauten notwendig. Zu dem muss für alle Häuser mit bis zu vier Wohnungen die bis Ende 1977 gebaut wurden, ab Januar 2009 ein solcher Ausweis vorgelegt werden. Häuser mit bis zu vier Wohnungen, die vor 1965 errichtet wurden, brauchen diesen Ausweis ab Oktober 2008 (vorher gilt die Übergangsregelung).